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Facebook: Umgehende Personalisierung wird aktiviert

Bernhard Aichinger
Bernhard Aichinger

Logo FacebookDas Social Network Facebook gerät seit Monaten immer wieder mit Datenschützern in Konflikt. Seitens der Datenschützer wird Facebook vorgeworfen, zu sorglos mit den Daten ihrer Nutzer umzugehen.

Eine besonders heftige Debatte wird derzeit bezüglich der umstrittenen Funktion der „umgehenden Personalisierung“ geführt. Die bereits 2010 vorgestellte Funktion soll es Partnerseiten von Facebook ermöglichen, automatisiert auf vom Nutzer freigegebene Daten wie Name, Profilbild, Statusupdates etc. zuzugreifen und zu verarbeiten. Dazu gehören Seiten wie Bing, Pandora, TripAdvisor, Yelp, Rotten Tomatoes, Clicker, Scribd oder Docs.

Seitens Facebook heißt es immer wieder, es werden nur Daten übertragen, die auch vom Nutzer als solche gekennzeichnet und freigegeben wurden. Das Problem der umgehenden Personalisierung ist, dass die Funktion ab Freischaltung automatisch aktiviert ist und somit bereits Daten übertragen werden können. Viele Benutzer jedoch wissen nicht über die Folgen dieser Datenübertragungen bescheid. Freilich schützt Unwissenheit vor Strafe nicht, aber zahlreichen Facebookern fällt es schwer, sich im Dschungel der undurchsichtigen Privatspähreeinstellungen zurechtzufinden.

Daher zeigen wir nachfolgend Schritt für Schritt und mit Bildern versehen, wie die „umgehende Personalisierung“ auf Wunsch deaktiviert werden kann.

Deaktivierung der umgehenden Personalisierung

  1. Screenshot 1Im Facebook Menü rechts oben auf „Konto“ klicken.
  2.  

  3. Danach auf „Privatsphäre-Einstellungen“ klicken
  4.  

  5. Screenshot 2Im linken unteren Bereich der Privatspähre-Einstellungen ist die Überschrift „Anwendungen und Webseiten“ zu sehen. Dort auf „Bearbeite deine Einstellungen“ klicken, um Änderungen vorzunehmen
  6.  

  7. Screenshot 3Der vorletzte Punkt auf dieser Seite ist mit dem Titel „Umgehende Personalisierung“ versehen. Mit einem Klick auf den Button „Einstellungen vornehmen“ können nun endlich konkrete Änderungen vorgenommen werden.
  8.  

  9. Screenshot 4Möglicherweise erscheit darauf ein Fenster mit dem Titel „Sofortpersonalisierung verstehen“. Dies soll die positiven Effekte der umgehenden Personalisierung erklären. Da wir die „Vorteile“ bereits kennen, kann dieses Fenster mit einem Klick auf den Button „Schließen“ geschlossen werden.
  10.  

  11. Screenshot 5Schlussendlich ist man nun in den Einstellungen zur „umgehenden Personalisierung“ angelangt. Diese kann nun einfach deaktiviert werden, indem man das Häkchen neben „Umgehende Personalisierung auf Partnerseiten zulassen.“ wegklickt
  12.  

Möglicherweise ist das anzuklickende Kästchen sogar noch ausgegraut. Das kann daran liegen, dass für diesen Benutzer die umgehende Personalierung noch nicht freigeschaltet ist. Laut der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ) wird der Dienst jedoch seit Freitag schrittweise in Deutschland aktiviert. Es ist anzunehmen, dass dies den gesamten deutschsprachigen Raum betrifft, somit auch Österreich.

Wir raten allen Facebook-Nutzern, diese Funktion vorerst zu deaktiveren, und erst bei Bedarf wieder zu aktivieren. So kann der ungewollten Übertragung von privaten Daten vergebeugt werden. Außerdem empfehlen wir alle Nutzern, in Ruhe einmal die gesamten Privatsphäre-Einstellungen durchzuarbeiten und gegebenenfalls abzuändern.

Für etwaige Hilfe stehen wir natürlich gerne mit Rat und Tat zur Seite. Wir freuen uns auf eure Kommentare hier im Blog oder auf unserer Fanpage auf Facebook.

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0 Antworten auf Facebook: Umgehende Personalisierung wird aktiviert

    1. Nein, naiv bist du auf keinen Fall, da du dich ja mit den Möglichkeiten der Funktion befasst und dich informierst. Es hat mit Sicherheit haufenweise nützliche Effekte.
      Das Problem ist meiner Ansicht nach, dass diese Einstellung „von Haus aus“ aktiviert ist, sobald es im jeweiligen Account freigeschaltet ist. Wer sich jetzt also nicht im Detail mit Änderungen im Bereich der Privatsphären-Einstellungen beschäftigt läuft somit Gefahr, ungewollt Daten an die genannten Partner zu senden. Ich behaupte, dass dies (leider) auf den Großteil der Facebook-Benutzer zutrifft. Mit diesem Blogeintrag wollen wir auf die baldige Aktivierung dieser Funktion hinweisen und weiters zu einem bewussteren Umgang mit den persönlichen Daten beitragen.

      1. erklär hier bitte, warum es „schlecht ist“, dass dritte auf die öffentlichen daten von usern zugreiffen können.

        ich finde keinen grund, diese funktion auszuschalten.

      2. weil sich viele facebook user nicht bewusst sind, welche daten von ihnen öffentlich sind und welche nicht.

        ich schätze dich mal so ein, dass solche themengebiete in deinen interessensbereich fallen und du dich somit über neugikeiten informierst.
        leider tickt der durchschnittliche facebook-user anders und hat wahrscheinlich nicht schritt für schritt seine privatsphäreeinstellungen in jedem detail überarbeitet und gibt nur die daten frei, die er auch wirklich freigeben will.

        da die funktion ab freischaltung aber aktiviert ist, könnten bei manchen usern unbewusst daten an dritte versendet werden, obwohl sie das möglicherweise gar nicht wollen.
        dir wird das klarerweise nicht passieren, da du ja deine privatsphäreeinstellungen überarbeitet hast.

        ich denke aber, dass man nicht von sich selbst auf etwas weniger technik-affine menschen schließen kann. daher wollte ich mit diesem beitrag lediglich auf die möglichen folgen dieser funktion hinweisen, sie jedoch keinesfalls schlechtreden.
        aus diesem grund habe ich die funktion auch nicht direkt als schlecht bezeichnet, sondern nur dazu geraten „diese Funktion vorerst zu deaktiveren, und erst bei Bedarf wieder zu aktivieren. So kann der ungewollten Übertragung von privaten Daten vergebeugt werden. Außerdem empfehlen wir alle Nutzern, in Ruhe einmal die gesamten Privatsphäre-Einstellungen durchzuarbeiten und gegebenenfalls abzuändern.“

        ich hoffe ich konnte dir mit dieser erklärung weiterhelfen, bedanke mich für dein kommentar und freue mich natürlich auf weitere kommentare.

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