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09.06.2023, Sonja Schlöglhofer

Google Merchant Center Magic

Ein Datenfeed aus dem Webshop Backend kann in verschiedensten Formen auf uns als Agentur zukommen. Oftmals erhalten wir Feeds von Kund:innen, welche nur den minimalsten Anforderungen des Merchant Centers entsprechen. Kurzgefasste Produkttitel, Beschreibungen, Bilder und Preise sind zwar vorhanden, optimiert wurde aber nichts. Das bedeutet aber nicht, dass die FeedqualitĂ€t nicht ohne großen Aufwand massiv gesteigert werden kann!

Mindestanforderungen

Zu den Mindestanforderungen im Google Merchant Center zÀhlen jene Daten, die auch essentiell in jedem Webshop zu finden sein sollten.

Neben der Produkt-ID, dem Titel, der Beschreibung und dem Preis, sollten Sie auch den Link und Bild-Link, sowie die VerfĂŒgbarkeit im Webshop ĂŒbermitteln. ZusĂ€tzlich sollten auch noch die Marke und die Kennzeichnung des Produktes (GTIN, MPN, 
) angegeben werden. 

Alle diese Daten sollten im geeigneten Format, z.B. XML oder CSV fĂŒr das Merchant Center abrufbar auf der Website hinterlegt sein. Produktfeeds sollten zumindest tĂ€glich, bei grĂ¶ĂŸeren BestandsĂ€nderungen auch alle paar Stunden neu in das Merchant Center importiert werden, um eine Bewerbung von nicht verfĂŒgbaren Produkten zu vermeiden und PreisĂ€nderungen bekanntzugeben!

Diese Mindestanforderungen fĂŒhren zu einer ausreichenden Bewerbung. Die Titel sind dabei meist sehr kurz und enthalten oft nur die Produkttitel, die auch auf der Website eingesetzt werden. Andersrum kann es auch sein, dass beispielsweise Produktarten nur im Titel angegeben werden, es dann aber kein eigenes Feld fĂŒr die Produktart im Feed gibt. 

Oftmals sind Kund:innen dann mit der Anpassung des Feeds an die Best-Practice-Beispiele ĂŒberfordert oder können diese Anpassungen auch gar nicht im Shop Backend abbilden.

Best-Practice der Produkttitel

Negativbeispiel Google Shopping Titel home24.de

Produkttitel auf dem Webshop sind meist sehr kurz gefasst, da Kunden bereits wissen, welches Produkt sie angeklickt haben. Das fĂŒhrt jedoch in der Bewerbung wiederum dazu, dass Google und die Kunden nicht alle wichtigen Infos auf einen Blick erkennen können, wenn dieser Titel schließlich als Google-Shopping-Anzeige ausgespielt wird.

 

Prinzipiell kann man zwar meistens die Art des Produktes am Bild erkennen, genauere Angaben zu GrĂ¶ĂŸen, Marken, Farben, usw. fehlen aber. 

Hier sollten Sie darauf achten, die fĂŒr den/die Suchenden relevanten Informationen im Titel abzubilden. Weiters hilft ein optimierter Titel auch dabei, die Ausspielung von Google-Shopping-Ergebnissen zu pushen.

     

Wichtige Bestandteile sind dabei immer von der Art des verkauften Produktes abhÀngig. Generell kann man aber sagen, dass folgende Attribute im Titel enthalten sein sollten:

  • Marke
  • Produktkategorie
  • Artikelname
  • Eigenschaft (Farbe, GrĂ¶ĂŸe, Material, usw.)

     

Beispiel Google Shopping Titel bikes&wheels.com

Um diese Attribute in den Titel zu bringen, kann man auf die bestehenden Feedelemente zugreifen. Sind die Attribute nicht als eigenes Feed-Element verfĂŒgbar, benötigt man eine neue Lösung. HierfĂŒr können wir als Agentur dann auf die so genannten Merchant Center Feedregeln zurĂŒckgreifen.

Google Merchant Center Feedregeln

Merchant Center Regeln erleichtern es sowohl unseren Kund:innen als auch uns als Agentur, die Produktfeed-QualitĂ€t mit ein paar einfachen Handgriffen massiv zu steigern. Die Merchant Center Regeln finden Sie im Abschnitt Produkte > Feeds > GewĂŒnschten Produktfeed auswĂ€hlen > Feedregeln

Google Merchant Center – Feedregeln

Mit Hilfe von den nun im Feed verfĂŒgbaren Attributen lassen sich Produkttitel ganz einfach “zusammenbauen”. Dazu mĂŒssen Sie nur das Attribut „Titel“ auswĂ€hlen. Im Anschluss kann man unter â€œFestlegen auf” eine Kombination aus den verfĂŒgbaren Attributen im Feed festlegen, aus der nun der neue Titel zusammengebaut wird. Dadurch wird der bestehende Produkttitel mit den fĂŒr den/die Suchende:n relevanten Informationen angereichert:

Google Merchant Center – Feedregel Titel

Wenn bestimmte Informationen nicht im Feed ĂŒbermittelt werden können, weil diese beispielsweise im Webshop nicht gepflegt werden, können Sie auch relativ leicht Informationen auf bestehenden Attributen filtern. Zum Beispiel können Sie bestehende Titel oder auch Beschreibungen dafĂŒr nutzen, um leere Feedelemente mit relevanten Informationen zu fĂŒllen.

Im folgenden Beispiel ist illustriert, wie man mehr Informationen aus den bestehenden Feldern extrahieren kann: 

Wir wissen, dass der URL Bestandteil “color=” im gesamten Shop dann fĂŒr die Farbe “Blau” steht, wenn sich die URL so zusammenbaut: color=0114.

Hier ein Beispiel fĂŒr so einen Produktfeed:

Attribut Inhalt
Link https://www.fahrradstore.com/maxibike-g-cross-country-2.0?color=0114
Produkttitel MaxiBike | Mountain Bike G Cross Country 2.0
Farbe -

Um nun auch das Attribut „Farbe“ in den Produkttitel aufnehmen zu können, eignet sich folgende Feedregel:

Google Merchant Center – Feedregel Farbe

Umgekehrt könnte man sich somit auch zum Beispiel Produkttypen aus bestehenden Produkttiteln herausfiltern und in ein „Benutzerdefiniertes Label“ ĂŒbertragen, um damit Performance Max Eintragsgruppen zu strukturieren.

Fazit

Merchant Center Feedregeln sind also ein sehr mĂ€chtiges Tool, mit dem wir als Agentur unsere Kund:innen dabei unterstĂŒtzen, die Datenfeed-QualitĂ€t zu verbessern. Die Kund:innen können sich somit auf ihre wesentlichen Aufgaben fokussieren und wir können Feeds anpassen und optimieren, sodass sie den Anforderungen von Google entsprechen. Der grĂ¶ĂŸte Vorteil fĂŒr Sie besteht maßgeblich darin, dass Sie keinen Backend Zugriff im Shop benötigen und Produktdaten, die nicht als eigenes Attribut verfĂŒgbar sind, somit nutzbar machen können.

 

Zur Autorin: Sonja Schlöglhofer versteht aufgrund ihrer langjÀhrigen Erfahrung als "Performance Advertising Spezialistin" ihr Handwerk perfekt. Dadurch kann sie die Produkte ihrer Kund:innen ideal in Szene setzen.

 

 

Bildquelle Titelbild:

pexels.com - Caio

Patrick Schoyswohl,
GeschĂ€ftsfĂŒhrer KlickImpuls GmbH
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