17. 11. 2020, Katharina Kainz

6 Tipps f├╝r die Farbwahl Ihres Online-Shops

Farbe im E-Commerce

Farben beeinflussen den ersten Eindruck eines Online-Shops ma├čgeblich. Das stimmige Zusammenspiel von Farben und Produkt-Inszenierung erzeugt Emotionen, welche idealerweise zur Conversion f├╝hren.

Nachfolgend einige Tipps und Fragestellungen die sie bei der Farbwahl Ihres Shops ber├╝cksichtigen sollten.

1. Positionieren Sie sich!

Passt die Farbe Ihrer Website zu Ihrer Marke oder zu Ihrem Produkt? Die Entscheidung f├╝r eine dezente oder auff├Ąllige Farbe h├Ąngt von Ihrer Positionierung ab. M├Âchten Sie durch Glaubw├╝rdigkeit und Leistung ├╝berzeugen? Oder sollen g├╝nstige Preise im Vordergrund stehen? Ber├╝cksichtigen Sie bei der Farbauswahl auch die psychologische Funktion der einzelnen Farben. (vgl. Infografik)

Vorsicht bei der Kombination von Gr├╝n und Rot: Gr├╝n ist die am einfachsten zu verarbeitende Farbe der Augen, aber auch eine der am st├Ąrksten von Sehschw├Ąchen betroffenen Farben. Die rot-gr├╝ne Schw├Ąche betrifft etwa 1 von 12 Menschen nordeurop├Ąischer Abstammung.

Besonders beliebt: Blau

Es ist kein Zufall dass die meisten Hyperlinks blau dargestellt werden. Die Farbe Blau wird von den meisten Menschen als solche ÔÇ×richtigÔÇť gesehen ÔÇô oder zumindest als Farbe von anderen unterschieden. Blau wird geschlechter├╝bergreifend am h├Ąufigsten als Lieblingsfarbe genannt und steht f├╝r Vertrauen, St├Ąrke und Verl├Ąsslichkeit. Eigenschaften, die sich wohl jeder auf die Fahnen schreibt. Gro├če Unternehmen wie PayPal, Facebook, LinkedIn setzen diese Farbe gezielt ein. Sie bauen so unterbewusst beim User das Gef├╝hl von Vertrauen auf.

2. Weniger ist mehr!

Zu viele Farbreize lenken vom Wesentlichen ab: Deshalb ist bei der Gestaltung Minimalismus gefragt. Idealo hat die Farbgebungen seiner gr├Â├čten europ├Ąischen Partnershops ├╝berpr├╝ft und kam zu dem Ergebnis, dass es zumindest am Grundton kaum Unterschiede gibt: Wei├č und Grau dominieren. Mit einem wei├čen Hintergrund werden Kunden weniger vom eigentlichen abgelenkt ÔÇô den Produkten.

Heben Sie das Wesentliche hervor: wie zB. Produkte und Preisangaben. In Online-Shops kann man jedoch auch ├╝berlegen verschiedene Farbschemata f├╝r verschiedene Kategorien zu verwenden, um unterschiedliche emotionale Reaktionen hervorzurufen. Achten Sie auch hier auf ein haromisches Zusammenspiel der unterschiedlichen Farben.

Beispiel "Less is more": Der Name ist Programm

Dieser Shop verwendet sehr viel Wei├čraum, um die Produkte selbst hervorzuheben. Diese Herangehensweise kann eine ausgezeichnete Alternative sein.

Im Less is More-Shop l├Ąsst man die Produkte f├╝r sich sprechen.

3. Was macht der Wettbewerb?

Wer einen Online-Shop betreibt oder aufbauen m├Âchte, sollte sich im Vorfeld seine Wettbewerber anschauen. Gibt es eine "branchen-typische" Farbe? Die Wahl der "passenden" Farbe spielt hierbei eine enorme Rolle.

4. Wer ist Ihre Zielgruppe?

Neben der Analyse der eigenen Wettbewerber darf aber der Kunde nicht vergessen werden. Jeder Mensch hat ein eigenes Empfinden in Bezug auf Farben. Das kann sich als n├╝tzlich erweisen, wenn sich Ihr Gesch├Ąft auf ein Geschlecht konzentriert. Denn es gibt tats├Ąchlich kleine geschlechtsspezifische Unterschiede bei den Farbpr├Ąferenzen. Je breiter die eigene Zielgruppe gef├Ąchert ist, desto schwieriger wird die Wahl eines Farbschemas. Auch das Alter und ethischer Hintergrund k├Ânnen die Auswahl beeinflussen.

5. Call-to-Action

Helle Farben sind gut f├╝r Call-to-Action Buttons geeignet und haben das Potential, die Conversion Rate zu erh├Âhen. Sie k├Ânnen durch Akzentfarben in Szene gesetzt werden. Diese Akzente sollten jedoch in einer einheitlichen Farbe gehalten werden.

Beispiel "Garten- und Freizeit-Profi":

Dieser Fall zeigt, wie viel Wert man aus einer einzelnen Farbe in einem Design ziehen kann, wenn man sie in Verbindung mit dem richtigen Konzept verwendet.

In diesem Fall werden Farben pragmatisch verwendet, indem das Gelb benutzt wird, um Keywords, CTAs und Informationen hervorzuheben.

6. Auf Nummer sicher mit A/B-Tests

Wenn Sie Probleme bei der Auswahl der Farben haben, sollten Sie A/B-Tests in Erw├Ągung ziehen: Die daraus gewonnen Daten k├Ânnen die Entscheidung vereinfachen.

Foto: freestocks.org/Pexels
Mario Lengauer,
Gesch├Ąftsf├╝hrer MSTAGE
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