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Sind Spam Mails die Kristallkugel des www?

Bernhard Aichinger
Bernhard Aichinger

Spam hat den Zweck Informationen so weit wie möglich zu verbreiten um damit einen Ertrag zu erzielen. Sei es nun durch angepriesene (oft unerwünschte) Produkte oder weiter führend durch vertrauliche Daten, welche zB durch ahnungslose Nutzer über gefälschte Webseiten erlangt werden (als „Phishing“ bezeichnet).
Abgesehen von dem Schaden welchen Spam anrichtet, gibt es doch zuweilen Stimmen welche Spam-Mails eine „positive“ Eigenschaft zuweisen. Symantec schreibt dazu in einem Bericht, dass Spam-Mails auch über eine gewisse Vorhersagekraft besitzen können. Dieser Rückschluss basiert auf der Analyse folgender, in dem Bericht aufgeschlüsselter, chronologisch gereihter Ereignisse:

  • Oktober 2007 – Spammer nutzen die Immoblienkrise
  • Jänner 2008 – steigende Ölpreise führten zu Spam Meldungen mit Boykottinhalten der Ölindustrie
  • Februar 2008 – die anhaltenden Benzinpreise führten zu Spam-Mails über Biobenzin
  • Juni 2008 – Das herrschende Wirtschaftliche Klima heizt das Spam Klima im  Bereich des Brennstoffs ein
  • August 2008 – Benzinpreise und Zwangsvollstreckungen bleiben im Spam-Mittelpunkt
  • September 2008 – gefälschte Job Headhunter Webseiten verteilen Viren
  • November 2008- die staatlichen Rettungspakete kommt in das Visier der Spammer
  • Jänner 2009 – Spammer nutzen die Rezession um Zugang zu den Postfächern zu bekommen
  • März 2009 – Volkswirtschaftliche Nöte wird weiter von Spammern ausgenutzt
  • März 2010 – Spammer überhäufen Empfänger mit Jobangeboten

Setzt man die Daten der Analysen mit historischen Ereignissen gleich, so lassen sich gewisse Parallelen ziehen. Betrachtet man zB die erfassten Spam Betreffzeilen im Monat März 2010, so ließe sich daraus der Beginn eines wirtschaftlichen Aufschwungs herauslesen.
Symantec führt dazu in seinem Bericht folgende top 10 der Spam-Betreffzeilen während des Monats März an:

1.    Get the Job fast this one
2.    Job seekers in USA
3.    Finance Manager vacancy
4.    FW: Global job vacancy
5.    Job position REF83782 USA only
6.    Finance ManagerUSA postion
7.    Get a diploma for a better job
8.    Need a job?
9.    RE: Your Job is at stake
10.  Looking good does not have to bankrupt you

Unser Fazit
Ob man nun Spam-Mails als eine Kristallkugel im World Wide Web sehen kann oder nicht sei hier jedem selbst überlassen. Fakt ist, dass Spam-Mails weltweit als Plage empfunden werden. Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. teilte im Februar 2010  mit, dass aus einer Umfrage der Europäischen Agentur für Internetsicherheit (Enisa) hervor ging, dass 95% aller weltweit versandten E-Mails als unerwünscht (somit als Spam) angesehen werden.

E-Mails gehören in der heutigen Zeit im privaten sowie auch im wirtschaftlichen Bereich zu den wichtigsten Kommunikationsmedien. Was vor allem für den wirtschaftlichen Sektor die Prävention, Vorbeugung und das Abheben der eigenen Mails von Spam umso mehr verdeutlich.
Ein Mittel um die versendeten E-Mails beim Empfänger vor dem Spam-Verdacht zu schützen sind zB Spamphrasenlisten. Spamphrasenlisten enthalten jene Begriffe, welche Spamfilter bei Empfängern als Spam deklarieren würden! Durchläuft eine E-Mail nun eine Spamkontrolle, so vergibt der Spamfilter für jeden verwendeten auffälligen Begriff Punkte. Wird eine bestimmte  Summe erreicht, deklariert der Spamfilter das E-Mail als Spam. Womit die Nachricht nie seinen Empfänger erreicht.

Das Unternehmen eworx Network & Internet GmbH bietet dazu bspw. in regelmässigen Abständen sogenannte Spamphrasenberichte gratis zum Download an! Dieser Bericht enthält eine Auflistung aktueller Spambegriffe welche beim Erstellen eines Mailings vermieden werden sollten.

Link zum Download der Spamphrasen von eworx

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