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Geldbörse ade – Google Wallet startet durch

Bernhard Aichinger
Bernhard Aichinger
Google Logo, Quelle: flickr/Robert Scoble
Google Logo, Quelle: flickr/Robert Scoble

Am Donnerstag stellte Google einen neuen Dienst vor: Google Wallet. Dieser ermöglicht es dem Benutzer, Bezahlungen in Geschäften via Smartphone durchzuführen. Der Dienst nutzt die Near Field Communication Technologie (NFC), welche derzeit zwar nur im Google Nexus S verbaut ist, Erwartungen zufolge aber bereits 2014 in mehr als der Hälfte aller neuen Smartphones verbaut sein soll.

Die nächste Generation der Geldbörse

Laut Google’s Vision scheinen herkömmliche Geldbörse längst ausgedient zu haben. Die Geldbörse der Zukunft ist das allgegenwärtige Smartphone. Wahrscheinlich ist auch schon bald von Geldbörse 2.0 die Rede.

Google Wallet - The evolution of payments, Quelle: flickr/sam_churchill
Google Wallet – The evolution of payments, Quelle: flickr/sam_churchill

Aber Scherz beiseite: Der Dienst bietet zahlreiche Potentiale. Es wurden bereits Kooperationen mit Citi, Mastercard, First Data und Sprint eingegangen, um Besitzern einer Citi Mastercard oder einer Google Prepaid-Card die Nutzung des mobilen Bezahldienstes zu ermöglichen. Funktionieren wird das Ganze denkbar einfach: Man hält sein Smartphone vor ein passendes NFC-Lesegerät, tippt den Pincode in die Google Wallet App ein, der Datenaustausch findet kabellos zwischen Smartphone und Lesegerät statt – das wars, bezahlt. Die App selbst verwaltet die Kreditkartendaten der unterschiedlichen teilnehmenden Institute. Der Aufwand für den Benutzer ist als so gering wie möglich gehalten.

Google Nexus S - das erste Smartphone mit NFC-Chip, Quelle: flickr/Johan Larsson
Google Nexus S – das erste Smartphone mit NFC-Chip, Quelle: flickr/Johan Larsson

Neben dem Abwickeln von Bezahlvorgängen können über die Google Wallet App auch Prämien gesammelt werden, da das System an den ebenfalls vorgestellten Dienst Google Offers gekoppelt ist.  Laut Google sei das gesamte System überaus sicher, da neben der Smartphone Pin die App Pin benötigt würde. Die Datenübertragung der Kreditkarteninformationen finden desweiteren verschlüsselt statt.

Der neue Dienst wird derzeit in New York und San Francisco getestet und ermöglicht die Smartphonebezahlung bei zahlreichen Partnerunternehmen aus dem Handel. Dazu zählen beispielsweise Macy’s, Foot Locker, Subway und zahlreiche andere namhafte Unternehmen. Im Sommer soll der Dienst dann in den gesamten USA verfügbar sein. Wann Google Wallet nach Europa kommen wird steht laut stern.de leider noch nicht fest.

Prognosen bestätigen Google’s Vorhaben mit dem neuen Bezahldienst. Denn laut der Analysefirma Berg Insight sollen bereits 2015 über 700 Millionen Menschen per Smartphone bezahlen und damit einen Umsatz von rund 215 Milliarden Dollar generieren. Besonders stark soll dieser Trend in Regionen wie Afrika sein, da Smartphones dort den primären Kanal zur digitalen Welt darstellen.

Fazit

Man darf gespannt sein, wie Google Wallet angenommen wird und sich weiterentwickelt. Richtig interessant wird es dann, wenn durchwegs alle Arten von Bezahlungen damit durchgeführt werden können – weltweit. Was bei Google Diensten jedoch nie außer Acht gelassen werden darf ist die Frage, wie es um die Privatsphäre der Nutzer aussieht. Denn Google verdient nicht an irgendwelchen Pauschalen für den Bezahlvorgang, sondern an noch personalisierterer Werbung durch die von Google Wallet gesammelten Daten.

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