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e-conomiX Wochenrückblick KW30

Bernhard Aichinger
Bernhard Aichinger

Mit dem e-conomiX Wochenrückblick möchte ich wichtige Ereignisse der vergangenen Woche aus der großen Welt des Internets Revue passieren lassen. Natürlich können nie sämtliche Ereignisse angeführt werden, denn das würde den Rahmen des Blogeintrags sprengen. Deswegen erhebe ich keinen Anspruch auf Vollständigkeit 😉 Diese Woche im Wochenrückblick: Die Angriffe rund um Anonymous & AnonAustria, Facebook vs. Datenschutz, das Wachstum von Google+, Microsoft Smartphones im Konflikt mit Datenschützern und digitale Proteste auf Twitter.

Anonymous & AnonAustria

Berichte rund um die Hackergruppierung Anonymous bzw. AnonAustria waren vergangene Woche beinahe täglich in allen Medien zu lesen. Wie die Wochen zuvor (wir berichteten  davon: 2011 – Das Jahr der Hacker) wurden auch vergangene Woche zahlreiche Webseiten angegriffen. Besonders die Angriffe auf die Gebühren Info Service (GIS) erregten große Aufmerksamkeit, da seitens GIS bezüglich der Anzahl gestohlener Datensätze gelogen wurde, um den Ernst der Situation herunterzuspielen. Erst nachdem AnonAustria mit der Veröffentlichung der Daten drohte, gab die GIS öffentlich die wahre Anzahl gestohlener Datensätze zu. Auch andere Webseiten fielen den Hackern wieder zum Opfer. So wurden die Internetauftritte der Grünen und zum wiederholten Mal der FPÖ gehackt und diverse Daten gestohlen. Weiters rief Anonymous erneut zu einem Boykott gegen Paypal auf, da der Online-Bezahldienst weiterhin Zahlungen an die Enthüllungsplattform Wikileaks verweigert. Mehrere zehntausend Nutzer folgten scheinbar diesem Aufruf, wodurch kurzzeitig sogar der Aktienkurs des Mutterkonzerns eBay um mehrere Prozentpunkte sank.

Facebook vs. Datenschutz

Wenn sich zwei nicht mögen, dann sind das Facebook und Datenschützer. Immer wieder gerät das soziale Netzwerk wegen seiner lockeren Datenschutzbestimmungen ins negative Licht. Daher war ich umso mehr erstaunt, als ich in einem Presse-Artikel von zufriedenen Datenschützern las. Facebook versucht derzeit durch eine Aufklärungskampagne die umstrittene automatische Gesichtserkennung auf Bildern zu entschärfen. Mithilfe von Werbeeinblendungen wird nun auf die Gesichtserkennung und deren Deaktivierung hingewiesen. Scheinbar werden diese Werbeeinblendungen in Österreich aber nicht angezeigt. Wer die Einstellung trotzdem ändern möchte, so gehts: Privatsphäre-Einstellungen –> Benutzerdefinierte Einstellungen –> Freunden Fotos von mir vorschlagen –> Deaktivieren.

Facebook hat außerdem eine neue Übersichtsseite für Unternehmen erstellt, welche eine tollen Überblick zu den zahlreichen Business-Funktionen des sozialen Netzwerks bietet. Die meisten Detailerklärungen sind derzeit jedoch nur in Englisch vorhanden.

Google+ Wachstum: Userzahlen stagnieren

Seit knapp einem Monat gibt es das neue soziale Netzwerk Google+ und erfreut sich eines rasanten Wachstums. Aktuellen Berichten zufolge soll die anfängliche Euphorie nun langsam abnehmen, es wird sogar von einem Rückgang der Besucherzahlen und -zeiten berichtet. Ich persönlich denke nicht, dass dem jungen Netzwerk jetzt schon die User davonlaufen. Eher lässt das anfangs meist zeitintensive „Ausprobieren und Herumspielen“ nach und geht nun in ein geordnetes Nutzen der Plattform über. Google macht sich darüber wohl nur wenig Sorgen und lässt die Zahlen bisher noch unkommentiert – schafften sie es doch innerhalb von nur drei Wochen auf über 20 Millionen Nutzer im Netzwerk.

Microsoft Smartphones vs. Datenschutz

Nach Apple und Google nun auch Microsoft: Berichten zufolge übertragen Smartphones mit Microsofts Betriebssystem Windows Phone 7 WLAN-Standortdaten an das Unternehmen. Problematisch dabei ist die öffentliche Einsicht in diese Daten und die Möglichkeit daraus Bewegungsprofile zu erstellen. Also Vorsicht beim WLAN-surfen mit Smartphones.

Digitale Proteste auf Twitter

Twitter erlangte auch wieder einmal mediale Beachtung, als durch den Tweet des Promi-Bloggers Jeff Jarvis ein digitaler Protest ausgelöst wurde (wir berichteten: Die Macht von Twitter: Digitale Protestwelle in den USA). „Hey Washington assholes, it’s our country, our economy, our money. Stop fucking with it.“ – so die zornigen Worte Jarvis‘ zu den Verhandlungen der US-amerikanischen Schuldenobergrenze. Nicht einmal Jarvis selbst rechnete damit, dass diese Worte sich derart explosionsartig weiterverbreiten könnten. Dieser Fall verdeutlicht einmal mehr die Macht von Twitter.


Bildnachweis (CC BY Lizenz):
– Anonymous Markenzeichen: flickr/edans
– Google Plus Logo: flickr/Bruce Clay, Inc.

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